Diagnose Gehirnerschütterung – was nun?

Stürze und Zusammenstösse im Sport oder im Strassenverkehr sind schnell geschehen und können bei genügend Krafteinwirkung zu einer Gehirnerschütterung führen. Die Folgen einer Gehirnerschütterung oder einem commotio cerebri, wie es medizinische genannt wird, können Deinen Alltag länger einschränken.

Die Gehirnerschütterung ist die leichteste Form eines Schädel-Hirn-Traumas. Durch die Beschleunigung und das abrupte Abbremsten, welches die Hirnmasse im Schädel erfährt, kommt es zu einer starken Dehnung des Nervengewebes. Dies hat eine funktionelle Störung des Gehirns zur Folge. Die Nerven werden empfindlicher und feuern plötzlich mehr Reize ab. Veränderungen im Blutfluss zum Gehirn, oder Teilen davon, kommt es im Gehirn zu einer Energiekrise. Die Funktion des Gehirns und der zentralen Nerven ist temporär gestört. Durch diese Mechanismen lassen sich die vielen möglichen Symptome erklären. Häufig können folgende Symptome auftreten:


- Kopfschmerzen


- Schwindel


- Übelkeit oder Erbrechen


- visuelle Störungen


- Gleichgewichtsprobleme


- Nackenschmerzen


- vegetative Störungen oder kognitive Einschränkungen wie Konzentrationsstörungen


- Müdigkeit

Bei einem Ereignis, wobei es zu einem starken Aufprall mit dem Kopf kommt, ist eine medizinische Abklärung immer notwendig. Neben einer Gehirnerschütterung kann es auch zu Zusatzverletzungen der Halswirbelsäule, des Schädels oder auch zu Blutungen oder Schwellungen im Gehirn kommen. Teilweise kommt es beim Ereignis zu kurzem Bewusstseinsverlust, Verwirrtheit oder Amnesie im Bezug auf den Unfall. Diese Verletzungen gehören immer abgeklärt, auch bei milden Ausprägungen. Gehirnerschütterungen werden häufig als leichte Verletzung eingestuft und unterschätzt. Gerade auch im Sport. Um langfristige Schäden oder lebensbedrohliche Komplikationen zu verhindern, sollte daher unbedingt eine Konsultation beim Arzt erfolgen.


Häufig besteht bei einer Gehirnerschütterung begleitend auch ein Schleudertrauma. Die hohen Kräfte, welche das Gehirn im Schädel beschleunigen, bewirken in vielen Fällen auch eine Beschleunigung auf die Strukturen der Halswirbelsäule. Ein Schleudertrauma macht zum Teil sehr ähnliche Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel, visuelle oder Gleichgewichtsstörungen, Nackenschmerzen, sowie auch kognitive und vegetative Störungen.

Meist erholen sich die Beschwerden innerhalb von 1-4 Wochen. Dauern die Symptome länger als 3-4 Wochen an, spricht man vom post-concussion syndrome. Dies ist bei ca 15-20% der Gehrinerschütterungen der Fall. Im Falle eines post-concussion-Syndrom oder einer begleitenden Nackenverletzung im Sinne eines Schleudertraumas ist Physiotherapie sinnvoll um die Genesung zu unterstützen. Durch spezielle Tests, kann in der Physiotherapie die Beteiligung der Halswirbelsäule, des Gleichgewichtssinns und des visuellen Systems getestet werden. Mit manueller Therapie, Training des Gleichgewichts und der Kopf-Augen-Koordination, sowie begleitendem angepasstem Ausdauertraining lassen sich die Beschwerden der Patienten schneller verbessern.


Leidest auch Du unter den folgen einer Gehirnerschütterung? Dann Buche Deinen Termin bequem online oder melde Dich telefonisch bei uns im radiuszwei Deine Physiotherapie im Zentrum von Oberwil.

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