Schmerzt die Achillessehne

Aktualisiert: 17. Dez 2018

Schmerzen in der Achillessehne können plötzlich auftauchen. Die sportliche Leistung oder auch der Alltag können durch den Schmerz bei Belastung stark eingeschränkt werden. Oft lässt sich die entzündete Achillessehne auch nicht schnell wieder beruhigen.

Meist äussert sich ein Achillessehnenproblem mit Schmerzen beim Anlaufen nach Ruhe und bei Belastungen wie Gehen, Rennen und Springen. Wenn die Irritation sehr ausgeprägt ist kann es sogar in Ruhe zu Schmerzen kommen. Meist ist die Sehne punktuell sehr druckempfindlich und teilweise auch sichtbar verdickt.


Obwohl der Schmerz häufig mit Sport in Zusammenhang gebracht wird, tritt er auch bei inaktiven Menschen auf.

Häufige Gründe für das Auftreten einer Achillessehnenentzündung sind eine Überbelastung, wie zum Beispiel untrainiert einen grösseren Lauf zu machen, oder das Training zu schnell zu steigern. Auch mangelnde Ruhepausen, geändertes oder falsches Schuhwerk, sowie Training auf ungewohntem Untergrund können ein Auslöser sein.


Faktoren, welche einen Einfluss auf die Entstehung haben sind zahlreich:

- Biomechanische Faktoren wie schlechte Fussstabilität oder Bewegungseinschränkungen

- Biologische: genetische Voraussetzung, Alter, Geschlecht

- Stoffwechselbedingte Faktoren: Übergewicht, hohe Cholesterinwerte, Diabetes

- Rheumatische Erkrankungen, Cortisoneinnahme, Antibiotikatherapie

- Trainingsbedingte Faktoren: mangelnde Kraft und Kraftausdauer

- Psychische Faktoren: Stress und Ängste


Ist die Sehne nun entzündet und die Aktivität eingeschränkt, fragt es sich was zu tun ist.

Was wir aus der wissenschaftlichen Evidenz und der Erfahrung wissen: Therapeutisches Training ist die optimale Therapie!

Denn Abwarten vergeudet nicht nur Zeit, sondern senkt die Belastbarkeit der Sehne noch weiter. Meist wenn das Training dann nach einer Pause wiederaufgenommen wird, ist der Schmerz auch wieder zurück.

Laut der Wissenschaft helfen auch passive Therapiemethoden wie Ultraschall, Taping oder Massage alleine nur mässig und versprechen wenig langfristige Erfolge. Injektionen können zwar hilfreich sein, sind aber laut Studien dem Training auch nicht überlegen. Ausserdem kann Cortison eine schon schwache Sehne weiter schwächen, während das Training die Sehne langsam wiederaufbaut.

Daher ist die beste Therapie ein langsamer, stetiger Aufbau um die Sehne stärker und belastbarer zu machen. Das Training soll individuell an die aktuelle Situation (Schmerz und Belastbarkeit der Sehne) und das Ziel angepasst werden. Lässt der Schmerz nach dem Training innerhalb von 24h nicht nach, muss reduziert werden. Die Übungen werden immer dann gesteigert, wenn die Sehne auch bereit ist mehr auszuhalten.

Dieser Prozess dauert leider seine Zeit, teilweise sogar 3-12 Monate. Daher sind Geduld, Konsequenz beim Training und eine optimistische Einstellung der Weg zum Ziel.

Was ausserdem zum Erfolg beiträgt, sind alle möglichen Einflussfaktoren zu verändern:

Eine Lebensstilanpassung wie Gewichtsreduktion, gesunde Ernährung, Stressreduktion und die Optimierung der biomechanischen Faktoren wie Beweglichkeitsverbesserung und gute Fussstabilität unterstützen den Genesungsprozess.


Gerne helfen wir Euch in der Physiotherapie bei uns im radiuszwei in Oberwil dabei Eure Sehne wieder fit zu machen und Euch auf dem Weg zurück zu vollem Einsatz zu begleiten.

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