Sturzprävention - Wie sich Stürze im Alter vermeiden lassen

Aktualisiert: 30. Mai 2019

Das Risiko eines Sturzes wird im Alter zunehmend grösser. Die Angst vor einem Sturz führt häufig dazu, dass ältere Menschen kaum noch das Haus verlassen. Denn die Folgen eines Sturzes sind nicht selten gravierend. Vor allem Knochenbrüche bedeuten neben Schmerzen auch ein Spitalaufenthalt, teilweise sogar das Ende der Selbstständigkeit. Daher ist die Sturzprävention ein zentrales Ziel im Alter.


Die Gründe für Stürze sind vielfältig. Neben Medikamenten und Kreislaufprobleme, sind die Folgen der Inaktivität die grössten Sturzfaktoren. Durch den Mangel an Bewegung verliert der Körper an Muskelkraft und Beweglichkeit. Die Konsequenz daraus ist, dass die Koordination und das Gleichgewicht nachlässt. Stolpert man über einen Teppich, kann man durch den Verlust der Schnellkraft nicht schnell genug reagieren, um sich aufzufangen. Stürzt man dann zu Boden kann es zu einem Knochenbruch kommen, denn Inaktivität lässt auch die Knochen poröser werden.


Gerade bei der Inaktivität in Folge eines Bruches, bildet sich die Muskulatur und die Knochendichte noch mehr zurück. Dies erhöht nicht nur das Sturzrisiko weiter, sondern führt auch dazu, dass Menschen zu schwach werden um sich noch selbstständig zuhause zu versorgen. Mangelnde Kraft ist laut der Forschung einer der häufigsten Gründe, weshalb Menschen ihre Selbstständigkeit verlieren: die Kraft fehlt die Einkäufe die Treppe hoch zutragen, Staubzusaugen oder die Wäsche zu machen; das verminderte Gleichgewicht führt dazu das Menschen nicht mehr alleine das Haus verlassen können oder sogar alleine vom Bett zum Tisch gehen können. Studien zeigen, dass mit jedem schwerwiegenden Sturz, durch die anschliessende Inaktivität die Eigenständigkeit mehr eingeschränkt wird. Dies hat einerseits grosse Folgen für die Einzelperson, andererseits kostet die zunehmende Pflegebedürftigkeit auch der Allgemeinheit viel. Diese Abwärtsspirale gilt es daher zu vermeiden.


Die Sturzprävention hat verschiedene Ansätze:

Mit Hilfe von Tests und Fragebögen kann man die Sturzgefahr einer Person ermitteln. So können die nötigen Massnahmen zur Verhinderung von Stürzen eingeleitet werden.

Verhaltensmassnahmen und Anpassungen im Wohnbereich helfen Stürze zu vermeiden: Stolperfallen wie Teppichränder, Schwellen und Hindernisse können identifiziert und modifiziert werden. Gehhilfen, Haltegriffe und bessere Beleuchtung geben Sicherheit. Konsequentes Tragen rutschfester Fussbekleidung und langsames Aufstehen um Schwindel zu vermeiden sind einfache Verhaltensregeln zur Risikoverkleinerung.


Eine der effektivsten Massnahmen zur Vermeidung von Stürzen und dem Verlust der Eigenständigkeit ist das gezielte Training der Kraft, Beweglichkeit und des Gleichgewichts. Durch das kontrolliertes Krafttraining lässt sich die Maximal- und Schnellkraft verbessern. So kann beim Verlust des Gleichgewichts, die Muskulatur schnell reagieren. Durch das Krafttraining nimmt auch die Beweglichkeit der Gelenke zu und die Koordination verbessert sich. Gleichgewichtstraining schult die Reaktionsfähigkeit des Körpers um die Balance zu halten: zum Beispiel beim Gehen auf unebenem Boden oder beim Bücken und Aufheben von Gegenständen. Dies sind alles Faktoren, welche durch die Inaktivität verloren gehen und dadurch Stürze fördern und die Selbstständigkeit reduzieren. Es ist niemals zu spät, mit dem Training zu beginnen und diesen Abbauprozess zu verhindern oder zu verlangsamen. Muskelmasse und Knochendichte lassen sich gerade auch im hohen Alter äusserst effektiv trainieren. So kann man den Gefahren des Sturzes und den Verlust der Eigenständigkeit vorbeugen.


Wir helfen Euch gerne bei uns im radiuszwei physiotherapie & pilates, wie ihr Euer Sturzrisiko minimieren und die Kraft und Balance steigern könnt. Mit standardisierten Tests messen wir wie stark die Sturzgefahr ist und bieten neben gezielten Kraft- und Balancetraining auch an, bei einem Hausbesuch Gefahrenquellen für Stürze zu evaluieren.

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