Meniskusriss – eine häufige Knieverletzung

Aktualisiert: Sept 14

Meniskusverletzungen sind häufige Gründe für Knieprobleme. Sie führen zu stechenden Schmerzen, Blockadegefühlen und Schwellungen im Kniegelenk. Die Beweglichkeit kann eingeschränkt sein und die Funktion und Belastbarkeit sind stark reduziert. Was man dabei tun kann, erfährst Du hier im Blog.


Die Menisken sind faserknorpelige Strukturen, welche die unregelmässige Gelenkflächen des Kniegelenks ausgleichen. So passen die beiden Gelenkspartner (Ober- und Unterschenkel) genauer aufeinander. Bei Beugen und Strecken im Knie bewegen die Menisken mit und führen so die Bewegungen.


Es gibt zwei Menisken: den inneren (auf der Innenseite des Knies) und den äusseren (auf der Äusserenseite des Knies). Der äussere Meniskus ist sehr beweglich, während der innere wenig flexibel ist und durch seine Verbindung mit dem Innenband besonders verletzungsanfällig ist.

Da Menisken nur in den äussersten Anteilen gut durchblutet sind und nach innen immer weniger Blutgefässe aufweisen, ist die Wundheilung je nach Ort des Risses unterschiedlich gut. Risse in der äusseren Anteilen des Meniskus heilen deutlich schneller oder kompletter. Das heisst die Rissstelle und die Rissart beeinflussen stark die Heilungschancen und die Therapie. Teilweise kommt es bei Rissen zu einem Umklappen eines Meniskusteils, dies kann zu Blockaden und starken Schmerzen führen.

Traumatische Meniskusrisse entstehen meist bei schnellen Drehbewegungen des Kniegelenks, vor allem wenn der Fuss auf dem Boden haftet und das Knie von oben verdreht wird. Dies geschieht häufig bei Ballsportarten. Teilweise kann auch das Innenband oder sogar das vordere Kreuzband mitverletzt werden. In diesem Fall kommt es zu einer starken Entzündung des Knies. Schmerzen, Schwellung und Bewegungseinschränkungen beeinträchtigen massiv die Alltagsfunktionen.

Meniskusverletzungen können aber auch degenerativ ohne klare Traumen entstehen. Dabei kommt es oft zu Schmerzen im Knie bei kleinen Bagatellverletzungen, die die Kniestrukturen reizen, weil diese schon beschädigt sind. Dabei kann der Riss schon länger unbemerkt bestehen, aber erst nun Beschwerden machen.


Die Therapieoptionen richten sich stark nach der Art der Verletzung, aber auch nach dem Patienten. Studien zeigen, dass ein Meniskusriss nicht zwangsläufig operiert werden muss, sondern auch konservativ gut behandelt werden kann. Grosse, schlechtheilende Risse oder mit begleitenden Verletzungen profitieren von einer Operation. Dabei wird arthroskopisch der Meniskus genäht oder Teile herausgeschnitten. Die Genesung, vor allem bei Teilresektionen (ein Teil wird herausgeschnitten), ist relativ schnell und die Funktion des Knies ist bald wieder vollhergestellt.

Gerade Risse im äussersten Teil des Meniskus oder bei kleinen Rissen kann ein konservatives Vorgehen angewendet werden. In Studien zeigt sich, dass Kniepatienten ein Jahr später mit operativem oder konservativem Vorgehen etwa gleich zufrieden sind mit ihrer Kniefunktion. Daher ist die Wahl der Therapie sehr individuell zu betrachten.


Physiotherapie spielt bei beiden Therapieoptionen eine wichtige Rolle. Postoperativ und konservativ ist es das Ziel, schmerzlindernd und abschwellend einzuwirken. Übungen zur Stoffwechselaktivierung, Beweglichkeitsverbesserung und zum Belastungsaufbau mit Kraft- und Koordinationsübungen führen das Knie zurück zur vollen Funktion. So ist es bald wieder möglich ohne Schmerzen zu rennen und zu springen.


In der Physiotherapie im radiuszwei helfen wir gerne dabei das Knie nach einem Meniskusriss wieder fit zu trainieren. Termine können bei uns bequem online oder via Telefon gebucht werden.

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